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Mein Kaiser, Franz Beckenbauer und die Steuer

Ausgerechnet beim waschen soll sich der Kaiser die Flecken auf seine blütenweiße Weste geholt haben. Beim Geld waschen!

Ein ungeheuerlicher Verdacht gegen einen der größten Lichtgestalten des deutschen Sports, und der neueren deutschen Geschichte. Vater und Macher des Sommermärchens, was ein ganzes Volk  in Verzückung versetzte. Einer ganzen Nation Stolz und Identität zurückgab und der gesamten Fanartikelindustrie ungeahnte Umsatzzuwächse bescherte.

Er soll lumpige 6,7 Millionen Euro verschoben haben, nur um die Fußball Weltmeisterschaft nach Deutschland zu holen? Verschwörungstheoretiker vermuten hinter dieser Behauptung die späte Rache der Engländer für das  EM Halbfinal Aus 1996 gegen Deutschland nach Elfmeterschießen.

Sowas traut man vielleicht einem Niersbach oder Zwanziger zu. Auf jeden Fall Platini und dem Blatter Sepp. Aber der Kaiser macht sowas nicht, nicht der Beckenbauer Franz!

Oder etwa doch?

So wirklich weiß man es nicht, was da mit den Geldern geschah. Da wurden Sachen blind unterschrieben, Millionen über Konten geschleust. Und keiner hat’s gemerkt. Über Ländergrenzen und Kontinente wurden die Gelder transferiert. Alles bestimmt für einen guten Zweck! Nur den bedürftigen Adressaten hat das Geld wohl nie erreicht.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in alle Richtungen. Einer der hätte vielleicht Licht in die Sache bringen können, Robert Louis-Dreyfus, Unternehmer und früherer Adidas-Vorstandsboss, verstarb bereits 2009. Von ihm aus gingen die 6,7 Mio über Beckenbauers Konto auf internationale Wanderschaft. Ganz nach dem Motto des berühmten Kinderspiels: Taler Taler du musst wandern, von der einen Hand zu andern. Das ist schön, das ist schön, Taler lass dich ja nicht seh’n.

 

Verdächtige sind inzwischen von ihren Ämtern zurückgetreten oder zurückgetreten worden.

Jetzt ist der Franz in die Schusslinie der Ermittlungen geraten. Letzter Höhepunkt: Razzia wegen Geldwäsche-Verdacht bei Beckenbauer.

Auf Geldwäsche steht Gefängnis.!

 

Werden wir bald aus Heinrich Heines Gedicht „Die Grenadiere“ zitieren,

„….was schert mich Weib, was schert mich Kind ich trage weit besseres Verlangen….

 

… mein Kaiser, mein Kaiser gefangen…“


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